Eine Runde Nähkästchen-Gequassel: Das Beste, was mir hätte passieren können!

30. Juni 2015

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, von Zeit zu Zeit plaudere ich ja hier auch schomma ausm Nähkästchen. Klar, mein Blog ist ohnehin schon manchmal viel persönlicher als manch andere Blogs, aber ich erkläre das gerne immer so: Mein Blog ist wie ein Haus. Ich lasse meine Leser gerne durch mein ganzes Erdgeschoss spazieren und ins erste Obergeschoss darf auch gerne geguckt werden. Aber ich habe auch noch einen Keller und ein Dachgeschoss und da geht ne Post ab, von der hier keiner etwas mitbekommt. Soll heißen: Ich trenne das schon sehr sorgfältig und in 4 Komma irgendwas Jahren Bloggerei gab es vielleicht 1-2 persönlichere Posts, die ich mir rückblickend vielleicht gerne geknickt hätte. Aber das ist ein okayer Schnitt und ich hab draus gelernt.

Aber heute isset mal wieder soweit. Ich lade Euch in mein Dachgeschoss ein, weil ich momentan etwas SO Tolles erlebe, dass ich denke, dass ich hier davon erzählen sollte. Weil es vielleicht dem Einen oder Anderen helfen kann. Hätte ich über "sowas" mal eher einen "Erfahrungsbericht" gelesen, dann hätte MIR das nämlich SEHR geholfen. Also:

Ich habe mir einen Coach gesucht. 

So. Ihr denkt jetzt vielleicht "Hä? Watt braucht die denn n Coach?!". Kann ich Euch sagen. Weil ich immer gerne behaupte, dass ich mehr Ideen als Verstand habe. Das sage ich immer so halb im Spaß, aber eigentlich ist das gar nicht lustig. Ganz im Gegenteil. Seit Jahren schleppe ich so viele Ideen, Pläne und Visionen in meinem Oberstübchen und all meinen Jutebeuteln mit mir rum, dass mich die theoretischen Möglichkeiten einfach erschlagen haben. Ich predige hier ja immer gerne "Einfach machen!", aber eine Antwort auf "Aber was mache ich, wenn ich 1000 Sachen machen will?" hätte ich auch nicht gehabt. Klar, man könnte antworten "Fang einfach irgendwo an!". Aber was ist, wenn man nicht weiß welches Irgendwo schlau und richtig wäre? Was, wenn man befürchtet, sich durch einen Schritt einen anderen zu verbauen? Was, wenn man sich einfach nur von seinem eigenen "Machen-Wollen" erschlagen fühlt?


Joa. Und so ging es mir. Ich hatte einfach keine Ahnung. Nur Ideen, Pläne und Bock. Und da habe ich Jahr und Tag wie eine fette Henne drauf rumgehockt und blöde vor mich hin gebrütet. Bis ich keinen Nerv mehr auf mein ewiges "Theoretisch könnte ich ja mal..." hatte und beschloss, alles inne Tonne zu kloppen. Dann bin ich rumgelaufen und habe erzählt, dass mir das ja gar nix ausmacht. Dass es mir auch ohne dass ich mir meine eigenen Träume (ihhh...klingt kitschig!) erfülle, gut geht. Zwei Monate lang habe ich das erzählt. Und dann habe ich gemerkt, dass das einfach gelogen ist. Dass ich mir selbst etwas vormache.

An dem Punkt habe ich im Blogowski-Netzwerk mal ein wenig weiter aufgemacht. Wir haben dort ein sehr vertrautes Miteinander und so habe ich einfach mal erzählt, dass ich über mich selber echt traurig bin. Dass ich enttäuscht von mir bin. Weil ich so Vieles nicht gewuppt bekomme. 

Und dann bekam ich einen Tipp von Daniela von bloggerabc. Ich solle mich doch mal an Christian Müller wenden. 

Christian Müller arbeitet unter Anderem als Coach. Lebenskarriere heißt seine Seite, aber auch auf seiner Seite sozial-pr bietet er die unterschiedlichsten Beratungskonzepte für die unterschiedlichsten Bedarfe an.


Joa. Und dann hab ich mich eine Woche lang nicht getraut, ihm zu schreiben. 

Und dann Daniela immer wieder so: "DOCH! MACH DAS! DER IST NETT!"...und ich immer wieder so: "Boah, ich trau mich nicht!".

Und dann hab ich mich doch getraut.

Das war der beste und wohl auch wichtigste Schritt meiner letzten Jahre. Klingt pathetisch, ist aber trotzdem so. Und Euch erzähle ich heute davon, weil ich glaube, dass es einfach viele Leute gibt, die Pläne und Ideen horten. Die auf ihren Träumen hocken wie auf einem ollen Schemel. Die nicht in die Pötte kommen, obwohl sie gerne würden. Und genau diesen Leuten will ich sagen: Sucht Euch Unterstützung! Lasst Euch coachen! Das ist SO GEIL! (Verzeiht die Wortwahl, aber so isset halt!)


Nun mag man vielleicht denken "Joa, datt kostet aber Geld, das ich nicht habe!". Ganz im Ernst: Kratzt es zusammen! Kauft kein Eis mehr, geht nicht ins Kino, futtert nur noch Nudeln ohne Soße, ganz egal. Das, was so ein Coaching mit einem machen kann, ist so viel toller als jedes Eis, jeder Kinobesuch, jedes Festmal und was weiß ich noch alles.

Ich sitze hier seit 2-3 Wochen und BRENNE! Ich will nicht mehr schlafen. Ich will nur noch MACHEN! Weil es plötzlich funktioniert. Weil da jetzt jemand ist, der sich mit mir reindenkt. Weil jemand mein Kopfchaos strukturiert. Weil mir jemand den Input gibt, der mir die ganze Zeit gefehlt hat. Weil da jemand einfach schlauer ist als ich und ich lernen, lernen, lernen kann. Und das ist unfassbar wertvoll!


Nun klingt das alles vielleicht nicht greifbar. Also mache ich es greifbarer:

Christian bat mich zu Anfang unseres Kontakts, ihm meine komplette Situation zu beschreiben. Mein Chaos, meine Ideen, Ziele und Wünsche. Meinen Weg und meine Macken. Einfach das ganze Paket. Und so saß ich stundenlang an einer monströsen Mail und habe gedacht, dass ich ihn damit bestimmt erschlage. 

Joa. Hat ihn nicht erschlagen. Selbst jetzt, Wochen später, greift er noch Details aus dieser Mail auf, von denen ich schon gar nicht mehr weiß, dass ich sie da rein geschrieben habe. Wir haben gemeinsam Prioritätenlisten erstellt, haben strukturiert und Schwerpunkte bestimmt. Wir haben Ziele formuliert. Und Etappenziele. Und den oder die "Endgegner". Und dann musste ich "nur noch" machen. Und "machen" kann ich, wenn mir einer sagt, wie ich das am schlausten anstelle. Und genau das tut Christian.

Nun wohnt Christian in Stuttgart. Das Coaching läuft per Skype ab und mit jedem Skype-Termin bekomme ich neue Aufgaben, die wir gemeinsam formulieren. Ich bekomme Drumherum-Tipps (z.B. mehr schlafen, weil Brennen zwar toll, aber Ausbrennen doof ist!) und ich bekomme Deadlines. Und ich LIEBE Deadlines! Das ist mein Ernst. Da ist nix mit "Mach ich die Tage mal!". Da ist nur noch "Jo. Mache ich. HEUTE!". Und abends gehe ich ins Bett und habe ALLES eingehalten. Auch wenn das manchmal bis 5 Uhr in der Früh dauert und ich schon die nervigen Vögel singen höre.


Warum ich ALLES einhalte?! Ja verdammt nomma, weil da jemand ist, der sich für MICH voll Mühe gibt! Der sich um meine Belange Gedanken macht! Der mir HILFT! Der für alle meine Fragen ansprechbar ist. Der noch nie "Weiß ich nicht" oder "Nicht so wichtig" oder "Mach das einfach IRGENDWIE" geantwortet hat. Und wenn sich jemand für mich und meine Ziele SO reinhängt, dann werde ich doch den Teufel tun und pennen gehen, wenn noch irgendetwas auf der To-Do-Liste steht! 

Christian hat sich sogar einen Wecker im Handy gestellt, um jeden Tag um 18 Uhr nachzuhaken, ob ich ein tägliches To-Do, das ich immer gern verschludere, schon erledigt habe. Und wenn ich es noch nicht bis 18 Uhr gemacht habe, weil so viel Anderes auf der Liste stand, dann mache ich es um 18 Uhr SOFORT! Weil ich nicht "Öhm, nö!" antworten will.

So. Ohne Christian würde ich immer noch auf all meinen Videoschnipseln hocken. Ohne Christian gäbe es da oben nicht diese neue "Mit mir arbeiten"-Seite. Ohne Christian würde ich aktuell nicht an unterschiedlichen Konzepten feilen und mich nicht dumm und dusslig darüber freuen, dass so Vieles endlich greibarer wird. 

Ich mag gar nicht groß erzählen, um was für Ideen und Endgegner und alles dazwischen es sich hier in meinem Fall ganz genau handelt. Das ist auch nicht so wichtig. Wichtig ist, dass man sein Potential nutzt. Dass man sich selbst die Chance gibt. Und dazu gehört wohl einfach auch, dass man sich an den Punkten helfen lässt, an denen es hakt. Sonst vergeudet man sich und seine Möglichkeiten. Und das wäre dumm. Und wer will schon dumm sein, ne?!


Natürlich muss jeder für sich gucken welcher Coach aus welchen Gründen zu Einem passt. Für mich ist Christian der Richtige, weil er sich in den Bereichen Social Media, Mobile Video, Unternehmensberatung und Positionierung, aber auch im Bereich "persönliche Veränderungen" auskennt. Er hat selbst mit ganz viel Bums, Ehrgeiz und einem eigenen Coach an seinem eigenen Weg und seiner eigenen Entwicklung gearbeitet. Soll heißen: Er erzählt keinen vom Pferd. Außerdem isser Sozialpädagoge. Und ich auch. Und zwar sind wir beide DIE Sorte von Sozialpädagogen, die andere "typische" Sozialpädagogen gerne mal doof finden. Passt also. Passt alles. Und ich könnte nicht dankbarer sein.

Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht: Was hat'n die vor?! Will die aus heimatPOTTential voll die Kommerzbude basteln?! Nein. Will ich NICHT! So gut müsstet Ihr mich inzwischen kennen. Ich bin schon sehr gerne die leicht verrückte Bumsbirne, die den Spaß anne Freud über alles Andere stellt.


Ich will meinen Blog und mich nicht kommerzialisieren und Euch hier auch nicht ständig irgendeinen bezahlten Mist umme Ohren hauen. Aber ich möchte zusätzlich zu meinem Spökes hier gerne in anderen Bereichen aktiver sein oder aktiv werden. Ich möchte bestimmte Projekte umsetzen und einfach ein fettes Plus zu meinem Blog schaffen. Weil ich einfach diese Ideen habe. Und Bock. Und weil ich traurig bin, wenn ich das einfach vergammeln lasse.

Also...keine Sorge: Hier bleibt alles beim Alten, nur mit einem Mehr an Videos werdet Ihr leben müssen. Daran hab ich jetzt nämlich echt einen Narren gefressen!

In diesem Sinne: Falls Euch irgendein Schuh drückt, von dem Ihr denkt, dass er sicherlich weniger drücken würde, wenn da mal jemand Schlaueres mitanpacken würde, dann sucht Euch Unterstützung! Denn wenn Ihr WIRKLICH Bock und den Richtigen gefunden habt, geht Ihr ab wie Schmitz' Katze. Oder - wie der Eso-Onkel sagen würde: Da werden Energien in Euch freigesetzt, von denen hättet Ihr im Leben nicht geträumt!

So. Ich geh jetzt weiter brennen. Back to To-Do-Liste, my Love!

Merke I: Burn, motherfucker, burn!
(Verzeihung!)

Merke II: Danke Daniela!

Merke III: Danke Christian! Mehr als das.


Das heimatPOTTential-Beweis-Video: Im Pott is schön!

25. Juni 2015

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, heute gibbet wieder ein Video. Nein, nicht irgendein Video. Heute gibt es DAS Video. DAS Video, an dem ich jetzt 2 Jahre gefrickelt habe bis ich so viele kleine Szenen beisammen hatte, dass ich sagen konnte: "So. Jetzt is gut."

Ich wollte ein Video über das Ruhrgebiet machen (...ach was?!), um meine Heimat so zu zeigen wie ich sie sehe: grün, bunt, abwechslungsreich und vor allem als eine Gegend, in der man verdammt viel unternehmen und Spaß haben kann, wenn man sich mal vor die Haustür trollt und sein eigenes Alltagsdreieck (Arbeit - Supermarkt - Sofa) verlässt.


Irgendwann saß ich vor lauter Heimatliebe und Video-Jeeperei dann mit so viel Clipmaterial hier, dass es wohl locker für 5 Videos gereicht hätte. Die Aufnahmen sind in 17 Städten entstanden, auch wenn es nur 11 Städte letztlich ins Filmchen geschafft haben. Mit der Zeit habe ich mir mein ipad, mit dem ich filme, echt ganz schön geschrottet, weil es bei dem Versuch, mich selbst zu filmen, ziemlich oft von irgendwelchen Brüstungen oder meinem Autodach gefallen ist. (Mittlerweile habe ich einen Stativhalter...man lernt ja dazu, ne?!). Aber an vielen Tagen haben mich auch Freunde begleitet, Stunde um Stunde mein "Halt mal!", "Nee, anders!", "Läuft schon?", "Reicht!", "MACH AUS!" oder "Nur noch EIIIIN-MAL, echt jetzt!" ertragen und somit sehr viel dazu beigetragen, dass ich so viele kleine Clips überhaupt zusammensammeln konnte. Deshalb an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Julius, Andreas und Berit!

Als das Video fertig war, habe ich den Link meiner Mutter geschickt. Und Mutter so: "Aha. Und wofür ist das jetzt?!" - über die Frage bin ich immer noch nicht so recht hinweg. Wofür soll das schon sein?! Für einen famosen internationalen, interkulturellen und interdisziplinären Filmwettbewerb natürlich! Nein, Quatsch. Das Video ist für all diejenigen, die noch immer nicht kapiert haben, dass das Ruhrgebiet ein wirklich liebenswertes Fleckchen ist. Für all diejenigen, die mit einem Unterton des Bedauerns "Oh, Du wohnst im RUHRGEBIET?!" fragen. Für all diejenigen, die glauben, dass man hier in den Fängen von Smok, Schmuddel und Asitum lebt. 

Es handelt sich also um ein Gegenbeweisvideo und ich würde mich RIESIG freuen, wenn Ihr es über Eure Kanäle teilt, um mit Blick auf genau diese Birnis Unwissenden ein anständiges "Im Pott is schön!"-Zeichen zu setzen. HA!

KLICKT IM VIDEO AUF DEM RÄDCHEN (UNTEN RECHTS) AUF HD 1080...DANN IST DIE QUALITÄT VIEL SCHÖNER!



Im Pott gibbet Schwanentretboote, eine begehbare Achterbahn und einen tanzenden Strommast. Es gibt eine Uni mit Wahnsinnsausblick, Fördertürme zum Anfassen und Enten, die auf den Schoß kommen. Es gibt viel mehr Grün (Natur) und Blau (Flüsse und Seen) als man einsaugen kann und es gibt Seilbahnen (na gut, eine Seilbahn, Singular, nicht übertreiben!), Zechenfetisch-Schaukeln und die abgefahrensten Brücken. Und mit dem Tertaeder haben wir sogar unseren eigenen Eifelturm. Im Ruhrgebiet kann man wunderschöne Erdbeeren pflücken und auf der Ruhr entlang paddeln. Unsere Schlote und Schornsteine sind cool und NICHT schäbbig, weil sie einen tollen Kontrast bilden, der sagt: "Wir können Industrie UND Natur!". Wir haben eine riesige Bandbreite an unterschiedlichsten kulturellen Veranstaltungen, mehr Parks und Wälder als man mal eben durchwandern könnte und unsere Haldewitzka-Ruhrpottromantik-Sonnenuntergänge sind ja wohl mal legendär! 

So. Das war mein Wort zum Montag...ach watt, mein Wort zum ganzen Jahr. Oder für die Ewigkeit. Ja, genau, das war mein Wort für die Ewigkeit!

Und weil im Zuge der Filmerei auch ganz viel Quatsch passiert ist, schmeiße ich direkt auch noch ein ganzes Outtake-Filmchen hinterher. "Do what you love" und so...und ich LIEBE Outtakes. Die sind vielleicht nicht so SCHÖN wie das eigentliche Video, aber dafür viel lustiger. Also bidde schön:

HIER AUCH WIEDER AM RÄDCHEN AUF HD 1080 KLICKEN!



So. 2 Jahre Arbeit und jetzt einfach auf "Veröffentlichen" klicken...voll das komische Gefühl. Aber ich freu mich. Sehr sogar. Und ich hoffe echt, dass Ihr an dem Video...oder besser: an den beiden Videos...auch n bisskn Spaß haben werdet, denn das ist natürlich die Hauptsache. In diesem Sinne: Im Pott is schön und Glück auf!

Merke: Morgen startet in Essen ein dreiwöchiger Offspace für zeitgenössische Kunst.
Das Ding trägt den Titel "Es wird sogar schön". Grandioser Name! 
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