26. März 2015

Ein Meerblickbett und mehr. Viel mehr!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, eigentlich wollte ich ja nicht über meinen Geburtstagsausflug nach Holland bloggen, aber dann ist ordentlich Wasser die Ruhr runter geflossen und auf einmal hab ich "Och, will ich wohl!" gedacht. Und weil man in meiner Welt seine Meinung auch ruhig mal ändern darf, mach ich das jetzt einfach.


Man könnte also behaupten, dass ich mal wieder Euren nächsten Holland-Urlaub geplant habe. Und der Plan lautet wie folgt:

1. Ihr fahrt nach Egmond aan Zee. Da kommt Ihr nicht drumherum, denn Ihr müsst Euch dort in das tollste Meerblick-Hotel-EVER Golfzang einbuchen, um vom Bett aus beim Aufwachen direkt das Meer sehen zu können. Und zwar FRONTAL!


Ich habe angesichts dieser Sachlage/Bettposition mehr oder weniger ununterbrochen vor Ort gequiekt. Als "normale" Menschen quiekt Ihr vielleicht nicht, aber wahrscheinlich flippt Ihr zumindest innerlich trotzdem ein bisschen aus, denn sonst würde mit Euch etwas nicht stimmen. Frontaler Meerblick von einer unfassbar guten Matratze aus...HALLO?!


Zimmer mit Meerblick kosten zwar einen Aufpreis, aber für die Freude darüber hätte ich glatt sogar den DOPPELTEN Aufpreis gezahlt. Und weil ich nun schon zwei Mal dort genächtigt habe, darf ich Euch als ausgewiesene Expertin darauf hinweisen, dass Ihr bei der Buchung nach einem Zimmer in den oberen Etagen (am besten in der obersten!) fragen solltet, denn je weiter oben man residiert, desto toller ist der Blick. Schläft man in der ersten Etage, glotzt man halt teilweise auch noch auf die Promenade und die Parkbuchten. Ohne is schöner und kostet den gleichen Aufpreis.


Außerdem wesentlich: Nur die Meerblickzimmer verfügen über eine begehbare Regendusche UND eine Badewanne. Und allein die Badewannen-Sachlage wäre mir in meiner badewannenlosen Existenz fast schon den Aufpreis wert.

2. Vom Balkon aus könnt Ihr dann natürlich nicht nur das Meer, sondern auch die Möwen anschmachten. Die fliegen dort nämlich die tollsten Formationen! Und weil man oben ja näher am Himmel is, kann man die Möwen natürlich viel besser fotografieren als vom Strand aus. Ihr merkt: Das hier sind heute eeeechte Experten-Tipps!


3. So. Ich fasse kurz zusammen: Ihr kommt an, rennt einmal kurz zum Strand, checkt dann im Hotel ein, hüpft zwischen Bett und Balkon hin und her und vergewissert Euch ca. 49x, dass das Meer echt noch da ist, wenn man einmal kurz weggeguckt hat, sympathisiert mit den Möwen und dackelt wieder zum Strand.


Und dann?! Dann habt Ihr Hunger. Was sonst?! Dann könnt Ihr in das kleine Städtchen tapern, das keine 5min Fußweg vom Hotel entfernt liegt und Euch eins von den netten, kleinen Lokalen rauspicken. Oder Ihr futtert direkt im Hotel. Dort gibbet nämlich ein schniekes Restaurant namens Chica's, in dem man eine Pizza Blanche bestellen kann...also eine Pizza mit weißer Tomatensoße und diversen Belägen. Hab ich selbst nicht gegessen, aber immer bestaunt, wenn ich sie auf den Tellern anderer Leute gesehen habe. Und ich hab sie nur nicht probiert, weil ich am Meer unbedingt Fisch essen wollte. Also...in nem Restaurant...jetzt nicht so mit nackten Füßen und Stockspeer in der Hand...Ihr wisst schon.


4. So. Dann habt Ihr gegessen, schnappt nomma frische Luft am Strand, geht zurück aufs Zimmer, lasst Euch ne Badewanne ein und ärgert Euch, dass man von der Wanne aus das Meer ja gar nicht sieht. Aber dann fällt Euch ein, dass es ja eh schon dunkel draußen ist und so könnt Ihr diesen optischen Trennungsschmerz einigermaßen verwinden. Dann ab inne Heia und bei geöffneter Balkontür einschlafen, weil: Meeresrauschen! Morgens wacht Ihr auf und rennt direkt auf den Balkon. Seid Ihr in den Wintermonaten dort, legt Ihr Euch dann erst mal fast auffe Schnüss, weil der Balkon unter Umständen massiv vereist ist. Aber weil Ihr jetzt vorgewarnt seid, besteht die Möglichkeit, dass Ihr diese Etappe auch einfach auslasst. Würde ich zumindest empfehlen. Dann krallt Ihr Eure Augen ins Meer und werdet langsam wach.


5. Dann habt Ihr wieder Hunger. Und deshalb geht Ihr im Chica's frühstücken. Wie immer in Holland fehlt es an RICHTIGEM Brot, aber Ihr habt gute Laune, deshalb macht datt nix.


6. Aufgegessen und ab ans Meer. So könnte es nun theoretisch für immer weitergehen. Aber nehmen wir mal an, Ihr seid in Ausflugslaune. Dann könntet Ihr nämlich Alkmaar einsacken. Das liegt nämlich direkt umme Ecke.


Im letzten Herbst hab ich Euch schon von De Bloemenschuit erzählt - einem Café, in dem die Gäste auch auf einem kleinen Bötchen mit Mini-Terasse bewirtet werden und einen sagenhaft leckeren White Chocolate Killer Cake essen können: KLICK!


Aber in Alkmaar gibbet noch vieeel mehr tolle Cafés, Restaurants und Lädchen. Und weil ich einen extrem investigativen Tag hatte, kann ich Euch jetzt gleich einen ganzen Rutsch ans geneigte Reiseherz legen! Und los geht's:

6.1. Fangen wir mit Soepp an. Da gibbet Vintagemöbel und Suppe. Ich mag Suppe, aber dort würde ich auch sitzen und essen wollen, wenn es nur trocken Brot gäbe, einfach weil der Laden SO schön ist!


Ich erzähle hier jetzt nicht zu jeder Location große Romane, sonst sprengt das noch den Rahmen, aber Teebeutel-Kunst?! DAS gehört an dieser Stelle dann doch ausdrücklich erwähnt! Ansonsten: Alles biologisch, frisch zubereitet und fast alles käuflich...also mit Blick auf das Mobiliar.


6.2. Das Café Kowalski ist mir gleich zwei Mal aufgefallen. Man kann es nämlich von der Vorder- und von der Rückseite des Hauses begehen und hätte nicht an beiden Seiten der gleiche Name dran gestanden, hätte ich von außen gar nicht geschnallt, dass sich der Laden einmal quer durch das gesamte Erdgeschoss des Gebäudes zieht. Die Vorderfront (naja, watt weiß ich denn wo da vorne und hinten ist?!) fand ich ganz nett, bin aber erst mal dran vorbeigelaufen. Die Rückseite hat mich dann aber doch richtig gekriegt...und zwar wegen der tätowierten Pappfigur in entzückender Unterwäsche. 


Ein Laden, der so etwas im Fenster stehen hat, gehört natürlich ausgekundschaftet! Hinter der Front verbirgt sich ein Café-Killefitt-Geschäft, in dem man unbedingt ein Stück Kuchen essen sollte. Außerdem kann ich das selbstgemachte Lavendel-Öl empfehlen. Ich habe es Berit als Urlaubsmitbringsel gekauft und es stand danach einige Zeit in meinem Wohnzimmer und hat selbst im geschlossenen Zustand einen sooo fabelhaften Duft verströmt, dass ich es ihr letztlich am liebsten gar nicht mehr geschenkt hätte. Hab ich aber trotzdem. Schweren Herzens. Also haltet Augen und Nase danach offen, falls Ihr dem Kowalski einen Besuch abstatten solltet.


6.3. So. Suppe, Kuchen, alles gut, aber irgendwann braucht man ja mal RICHTIGES zwischende Zähne, ne?! Und über den folgenden Tipp freue ich mich ganz besonders, weil ich das Restaurant schon vor Jaaaahren aufgetan habe, als ich mal ein paar Tage über Weihnachten in Alkmaar verbracht habe. Dort habe ich nämlich an Heiligabend gegessen und war hin und weg! Immer, wenn ich in den Folgejahren mal in Alkmaar war, hatte das Restaurant leider geschlossen und ich hab mir stets nur die Nase an der Fensterscheibe platt gedrückt. Nicht aber beim letzten Mal! Und deshalb kann ich Euch jetzt ENDLICH das Chada Thai empfehlen...


Wenn man den Laden betritt, wird man gebeten, seine Schuhe auszuziehen, wenn man auf der rechten Seite Platz nehmen will. Dort hockt man dann kuschelig auf so tiefergelegten Polsterdingern. Tolle Beschreibung, ich weiß. Aber Ihr seht ja auf den Fotos was ich genau meine...


Mir fällt kein Grund ein, warum man sich an die langweiligen, bestuhlten Tische auf der linken Seite setzen sollte. So ein Kuschelmopped ist doch viel...kuscheliger.

Aber natürlich würde ich Euch keinen Restaurant-Tipp nur aufgrund eines etwaigen Kuschelfaktors geben! Noch wichtiger als jede Muckelei ist natürlich in diesem Kontext das Essen. Und lasst es Euch gesagt sein: DIE CURRYS SIND GÖÖÖÖTTLICH! Ehrlich! So richtig, richtig ehrlich. Ehrenwort-ehrlich sozusagen! Außerdem sind die Servietten zu schönen Seerosen gefaltet. Kann man auch nur schwerlich doof finden. Und wenn ich nicht so scharf auf das Essen gewesen wäre, hätte ich vielleicht sogar ein paar schönere Fotos davon gemacht.


Aber wenn Ihr Euch mein futterseliges Foto von meinem ersten Besuch im Chada Thai anschaut, dann sollte der Lecker-Glaubwürdigkeit wirklich Genüge getan sein...


So. Damit wäre Euer nächster Hollandurlaub in Gänze durchgeplant. Meerblickbett, Möwenparty, Strandgenöns, bisskn shoppen und lecker essen. Jetzt müsst Ihr nur noch überlegen wann Ihr fahren wollt. Und wenn Ihr mir dann das Lavendelöl oder nen bemalten Teebeutel mitbringen würdet, wäre ich sehr dankbar.

Merke: Ich habe schon SO viele Leute im Hotel Golfzang untergebracht,
dass mir das Hotel ruhig mal 1-2 Übernachtungen schenken könnte. Aber echt mal!

19. März 2015

Dear Goods und gute Gründe

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, in diesem Jahr habe ich noch nix geshoppt...also von Katzenstreu, Benzin und Futterkram mal abgesehen. Na gut, da war ein Paar Turnschuhe, aber das habe ich online bestellt und außerdem sind Schuhe Schuhe und keine Kleidung und ganz am Ende des Körpers...irgendwie zählt das doch nicht richtig, oder?! Also: Ich habe in diesem Jahr noch nix geshoppt, weil nicht Krösus und so. Ich bin noch nicht mal in Versuchung geraten, weil ich einfach nicht mehr in irgendwelche Bekleidungsläden gegangen bin. Und wenn ich online etwas entdeckt habe, was meinmeinmein werden musste, dann habe ich mich damit begnügt, es auf Pinterest zu pinnen. Fühlt sich auch immer ein bisschen wie "So. Meins!" an. 

Naja. Und dann war ich am Montag bei Dear Goods.


Und jetzt bin ich fest davon überzeugt, dass ich nicht mehr besonders gut ohne das Kleid leben kann, das ich da oben auf dem Foto anhabe. Weil ich noch NIE ein Kleid anhatte, das sich SO gut anfühlt und SO gut sitzt. Gekauft habe ich es nicht. Weil ich doof bin. Das, was nun folgt, ist also quasi ein Betroffenheitsbericht.


Nein, stimmt gar nicht. Es folgt eine tiptop Shop-Empfehlung! Dear Goods hat im November 2014 sein Essener Standbein eröffnet. Zwischen dem neuem Univiertel und dem Limbecker Platz residiert nun die mittlerweile vierte Filiale (nach Berlin und München) direkt neben dem ebenfalls neuen Veganz-Supermarkt. Super oft bin ich dran vorbeigefahren und habe "Boah, da musse auch mal rein!" gedacht. Joa, und Ihr müsst da auch mal rein. Und dafür gibbet Gründe:


1. Dear Goods setzt auf tier-, mensch- und umweltfreundliche Produkte, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger in irgendwelchen Kundengesichtern rumzufuchteln. Hier wird ein straightes Konzept umgesetzt, ohne einen auf Bekehrungspolitik zu machen. Die drei Herzen im Logo stehen für die Liebe zu Tier, Mensch und Umwelt und liegen in dem Wunsch begründet, dass eines Tages weder Menschen, noch Tiere oder die Natur unter den Bedingungen der Textilproduktion leiden müssen. 


2. Dear Goods ist riiiichtig, riiiichtig schön aufgemacht! Holz- und Kupferelemente treffen auf Designklassiker der 60er und insgesamt ist die Dekoration sehr liebevoll und wohnlich gestaltet. Die Waren liegen auf wuchtigen Holztischen, in kleinen Schublädchen oder auch in schönen alten Koffern. Ich mag ja so Läden, durch die man 5-6 mal im Kreis laufen kann und immer noch ein anderes besonderes Detail entdeckt. Es hängen schöne, alte Bilder an den Wänden, Pflanzen in Vasen und Töpfen ziehen sich durch das ganze Geschäft und nette Eckchen zum Sitzen gibbet auch...sogar draußen vor der Tür.


3. Die Kleidung, die angeboten wird, hat wirklich eine tolle Bandbreite. Ich gebe es zu: Normalerweise verbinde ich mit fair produzierter Kleidung schnell den klassischen Öki-Look. Fehlen noch ein paar Filzringe und ab dafür. Tja. Dear Goods hat mich eines Besseren belehrt und darüber freue ich mich sehr! Ganz ohne Quatsch: Alles, was ich anprobiert habe, war von wirklich toller Qualität und hätte absolut nicht zu dullen Filzringen gepasst. Shirts mit tollen Drucken, bunte Socken mit geometrischen Mustern, grandios fallende Kleider, in die man einfach nur reinschlüpft, sich wie im bequemen Schlabber-Look fühlt, aber top gekleidet ist. Warum ich dann nix gekauft habe?! Haaaach. Das erklärt der nächste Punkt...


4. Bei Dear Goods gibbet nicht nur Kleidung, sondern auch schönen Killefitt. Und Schmuck. In Sachen Schmuck bin ich ein gaaaanz schwieriger Kandidat. Mir gefällt nämlich so gut wie nix. Und dann hingen da zwei Armbänder. Tja. Liebe auf den ersten Blick! Und normalerweise HASSE ich Armschmuck. Weil er mich einfach stört, wenn er da so an meinem Handgelenk rumbämselt. Aber diese zwei Armbänder bämseln nicht. Sie krönen mein Handgelenk! Ha! Und DESHALB habe ich keine Kleidung gekauft. So ein tolles Kleid würde ich wohl 3-4 mal im Jahr tragen, aber Handgelenkskronen?! Die trage ich ab sofort natürlich täglich. 


Was ich aber eigentlich sagen wollte: Eine gute Auswahl an Kleidung, Killefitt und Schmuck sorgt gekonnt dafür, dass man es mit der Qual der Wahl zu tun bekommt. 


5. Zu allen Produkten und Labels gibt es übrigens kleine Hintergrundgeschichten. Wer produziert was wo und warum? Herzensanliegen treffen hier auf Geschichten aus dem echten Leben, die sich nicht einfach nur dem Kommerz, sondern einer guten Sache verschrieben haben. Das hat mich persönlich wirklich beeindruckt. Während ich dieses oder jenes beäugte oder in der Hand hielt, hat die liebe Melissa, die bei Dear Goods arbeitet, mich mit Infos gefüttert. Also jetzt nicht so zulaberig-nervig, sondern sehr charmant.

So weiß ich jetzt zum Beispiel, dass meine Handgelenkskronen von benachteiligten Frauen in Indien hergestellt wurden. Und zack...hat der Schmuck einen wertigeren Hintergrund als "Jo, is von h&m". Und abends hab ich mich dann hingesetzt, den Hersteller People Tree gegooglet und meinen Fair Trade Horizont auf der entsprechenden Website mal ein bisschen erweitert.


6. Man ist ja häufig geneigt, anzunehmen, dass kleine Boutiquen nur Kleidung für Frauen am Start haben. Deshalb betone ich hier besonders deutlich, dass es bei Dear Goods auch ein anständiges Männer-Sortiment gibt! Tolle Hoodies, Shirts mit klasse Drucken, Hosen, Handschuhe und was weiß ich noch alles. Nu bin ich kein Mann, aber ich fand, das sah alles gut aus.


So. Falls Ihr also demnächst mal in der Nähe seid und/oder durch den schnöden Limbecker Platz dackelt, macht Dear Goods doch mal Eure Aufwartung...ist nämlich viel schöner da als im Limbecker Platz (na gut, das ist nun auch nicht besonders schwierig, aber trotzdem!) und liegt direkt gegenüber (einmal schräg über die Straße Richtung Univiertel).

Und falls Ihr erst mal online etwas im Sortiment stöbern wollt...keiiiin Problem: HIER geht's lang zum Onlineshop!

(Und mal wieder ein Nachwort: Dies ist rein rechtlich gesehen wohl ein gesponserter Post, weil Dear Goods mir einen kleinen Warengutschein für meinen Post geschenkt hat. Aber rein unrechtlich gesehen tut das nix zur Sache bzw. macht in keiner Form einen Unterschied.)

Merke I: Öki ist nicht gleich öki!

Merke II: Am Freitag und Samstag findet im LaPaDu
ein tolles Street Food Festival vor grandiosester Kulisse statt.

Merke III: Und am Sonntag legt Essen mit dem Schönen Alfred nach!
Ebenfalls ein Street Food Market…mit besonders apartem Namen.

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