1. Oktober 2014

"Foto der Woche" - ein Quartalsrückblick. Oder: Schlapp machen is nich!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, eigentlich brennen mir meine Hollandfotos vom vergangenen Wochenende unter den Online-Fingern, aber ich muss mich dem Quartalsgesetz beugen. Das Quartalsgesetz besagt: Wenn 3 Monate rum sind, musse einen Rückblick auf die Bilder der Aktion "Foto der Woche" zeigen, mit der Fee und ich uns in diesem Jahr Woche für Woche auf die Suche des Glücklichmacher-Fotos der jeweils letzten 7 Tage begeben.


Mit Blick auf meine letzten beiden Quartalsrückblicke (I und II) hatte ich ja äußerst kritisch anmerken müssen, überproportional häufig in die "Boah, Sonnenuntergang"sfalle zu tappen. Das habe ich in den letzten 3 Monaten eindeutig besser gewuppt bekommen. Mehr Abwechslung kam ins Spiel, aber ganz ehrlich: Teilweise isset schon ein ganz schöner Krampf, pünktlich mit einem geeigneten Foto aufzuwarten. Irgendwann vor ein paar Wochen haben Fee und ich sogar ernsthaft überlegt, die ganze Aktion einzustampfen, weil der "Du musst JETZT ein gaaanz tolles Foto haben!"-Druck einfach wirklich groß wurde. Aaaaber: Wir sind ja hier nicht mehr in der Schule und beginnen alle 6 Monate ein neues Hobby. Kein Bock mehr auf Tennis? Gut, gehen wa halt zum Ballett. Neneneeee, so läuft der Hase nicht! Wir ziehen datt Dingen jetzt durch. Außerdem ist ja eh schon fast wieder Weihnachten und das Jahr somit eigentlich schon wieder rum. Also: schlapp machen is nich!

Mein Foto vom 1. Juli stammt von meinem bisher schönsten Haldenausflug in diesem Jahr. Am Tetraeder baumelte für ein paar Tage eine der von mir heiß begehrten Let-Love-grow-Guerilla-Schaukeln und gemeinsam mit Stefan konnte ich an dem Abend vor schönster Ruhrpott-Romantik-Kulisse in den kitschigsten Sonnenuntergang überhaupt schaukeln. Ich finde ja, dass im dringend notwendigen Ruhrpott-Gesetz offiziell verankert werden sollte, dass auf ALLEN Halden Schaukeln zu hängen haben. Das würde die pottsche Lebensqualität in meinen Augen beträchtlich steigern.


Am 15. Juli habe ich eine kleine Foto-Session mit meinem Herzensneffen Lennypopenny abgehalten und eine kleine Hommage an ihn dazu verfasst. Weil ich ihn so lieb habe und so dankbar bin, sein Aufwachsen begleiten zu können. Aktuell lernt er so schnell und so viel! Am tollsten finde ich "Doppel-Bums". Wenn man "Doppel-Bums" sagt, klopft er 2x ganz schnell nacheinander mit seinen Patschehändchen auf den Tisch. Hach! Am Samstag feiert Lenny nun schon seinen ersten Geburtstag und ich freue mich wie Bolle auf die kleine Feier im Kreise von Heidis Familie. Und noch mehr freue ich mich, dass ich als Heidis "Schwester im Geiste" ein Teil davon sein darf.


Den 18. Juli habe ich mit Heidi und ihrem älteren Sohn Joshi in Katwijk aan Zee verbracht. Sorgen-Wegplanschen war angesagt und die Weite des Meeres konnte eine Herzensangelegenheit wieder in bessere Relationen setzen. Mit dem Blick auf das Meer wirkt nämlich der größte Klotz (am Hals) deutlich kleiner. Und das ist gut so.


Eine Woche später war ich in den Bergen unterwegs. Genauer: Am 28. Juli bin ich auf die Zugspitze gejückelt. Und auch dort: ganz viel Weite. Und wieder: gut so! Über eine Leiter konnte man das Gipfelkreuz erklimmen, aber da ich mal wieder nur in meinen Stoffschläppchen unterwegs war, habe ich mir das lieber geklemmt und statt dessen Dohlen im höchsten Biergarten Deutschlands gefüttert. 


Und noch eine kleine Reise! Am 4. August hat mich Heidi in ihre alte Heimat entführt. Im tiefsten Sauerland habe ich dann die Beine lang gemacht...wenn auch nur für ein Foto mit optischer Täuschung. Die wirklichen tollen Fotos hat an diesem Tag allerdings Heidi geschossen: Sie hat alte Kindheitsfotos so in das heutige Setting gehalten, dass ein Bild im Bild entstand. Außen rum das Jetzt und in der Mitte ihre Kindheit. Aber das schaut Ihr Euch auf ihrem Blog besser selber an. Sie hat das wirklich sagenhaft gut umgesetzt! Danach wollte ich auch solche Fotos in meiner alten Heimat Bottrop machen, aber leider fand ich im Fotofundus meiner Eltern fast nur Indoor-Bilder. Schade!


Am 9. August habe ich dann im Essener Folkwangmuseum die "(Mis)unterstanding Photography " besucht, die ich Euch jetzt gerne ans Herz legen würde. Aber sie ist schon vorbei. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung mehr von wem das Foto stammt, in dem Patrick und ich uns da spiegeln, aber wir haben in dem Ausstellungsbereich eine ganze Weile rumgestanden und gerätselt, was es mit den Bildern bloß auf sich haben könnte. Es handelte sich um 4 Fotos von Menschen mit ganz, ganz extrem eingefallenen, höhlenartigen Augen. "Wer hat denn SOLCHE Augen?!" haben wir uns gefragt. Aber dann kam eine freundliche Aufsichtsperson umme Kurve und hat uns aufgeklärt: Die Künstlerin hat sich Masken anfertigen lassen und somit sind es auf jedem Foto ihre eigenen Augen, die aufgrund der Maske einfach tiefer liegen. Wenn man es weiß, isset klar, aber offensichtlich sind wir da echt nicht von alleine drauf gekommen.


Von alleine gekommen bin ich allerdings auf die Idee mit dem Konfetti-Quatsch im Essener Baldeneysee. Ein klassischer Fall von "Oh! Es ist Dienstag! Ich brauche für morgen ganz schnell ein Foto der Woche!". Kamera geschnappt, Konfetti eingepackt und nix wie raus. Ehrlich gesagt plagt mich mit Blick auf dieses Foto vom 19. August noch Wochen später ein schlechtes Gewissen: Ich habe den Baldenysee vollgemüllt!!! Aber es sieht sooo schön aus!


Heiter weiter in der Kategorie "Oh! Es ist Dienstag! Ich brauche für morgen ganz schnell ein Foto der Woche!". Aber da hat mich am 28. August zum Glück der Himmel vor meinem Wohnzimmerfenster gerettet. Ein schneller Griff zur Kamera und die Sache war geritzt.


Am 5. September befand ich mich bereits im absoluten Herbstfetisch-Modus. Und mein Herbstfetisch paart sich hervorragend mit meinem Zechenfetisch. Ich war ohnehin gerade in Bochum unterwegs und da drängte sich dieses Motiv sich quasi auf. Sehr freundlich von ihm.


Der Ausflug zur Halde Rheinelbe fand am 8. September im Rahmen akuter Schreibtischflucht statt und endete mit noch akuterer Haldenflucht, weil ein paar betrunkene Bekloppte mir doch tatsächlich die schöne Pott-Idylle durch schäbigen Verbalauswurf versaut haben. Da bin ich dann freiwillig zurück zum Schreibtisch gefahren. Komische Welt. Aber eine tolle Spiegelung konnte ich trotzdem einsacken und dafür hat sich das ganze Hin und Her dann letztlich doch wieder gelohnt.


Das Spinnennetzfoto habe ich an dem "Tag mit dem Schuh" gemacht. Ihr wisst schon. Als ich in des Teufels Geschäft getreten bin und später noch über den Schuh drüber gedingst habe. Der 16. September. Ein sehr, sehr schwarzer Tag. Und eine NOCH komischere Welt.


Am 24. September stand ich sogar am Mittwochmorgen ohne Foto-der-Woche da! Und eigentlich sollen unsere Posts ja immer am Mittwochmorgen online gehen. Also hab ich mich schnell in mein Autochen geschmissen und mir das erstbeste schöne Herbstblatt gekrallt. Ab in einen Brunnen damit und feddich. Und ganz ohne ein schlechtes Vermüllungsgewissen.


So. Fee fragt ihre Blogleser immer im Zuge ihres Quartalsrückblickes: Welches Foto gefällt Euch am besten?! Und das frage ich Euch diesmal auch, denn ich habe tatsächlich einen klaren Favoriten: Am besten gefällt mir das allererste Bild. Ganz große Haldenschaukelliebe!

Merke: Ich will zurück nach Holland!



26. September 2014

Urlaub - eine fremde Spezies!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, ich sachet ja immer wieder: Urlaub ist in meinem Leben eine ziemlich fremde Spezies.


Das hat mehrere Gründe: Zum Einen habe ich jahrelang im Schichtdienst gearbeitet und somit 2-3x in der Woche mein eigenes Zuhause für rund 25 Stunden gegen meinen Arbeitsplatz eingetauscht. Daraus resultierte, dass es für mich zu einer Art Luxus wurde, mal 1 oder 2 Wochen am Stück in meiner eigenen Wohnung wohnen zu können. Außerdem habe ich zwei Katzenköppe und hatte immer das Gefühl, dass ich ihnen auch mal ein wenig Dauerpräsenz schuldig war, wenn ich denn mal frei hatte. Zum Anderen wollte ich nie alleine in den Urlaub fahren und in meinem Pärchen-Freundeskreis sind die Urlaubspläne immer schon so gut gestrickt, dass man als Single wirklich nicht gut "dazwischengrätschen" kann.

Tja. Als Folge habe ich mir dann einfach jahrelang eingeredet: Urlaub?! Mit Wegfahren und so?! Brauch ich nicht!

Aber ich glaube, das war gelogen.

Zwar jückel ich ab und an mal nach Garmisch, aber das zählt nicht, weil zweite Heimat und so. Oder ich fahre mal für ein paar Stunden nach Amsterdam oder an die holländische Nordsee, schlafe abends auf dem Rückweg dann fast hinterm Steuer ein und bin am nächsten Tag noch kaputter als vorher. Zählt also auch nicht. Dann war ich in den letzten Jahren mal im Rahmen von Konferenzen in Berlin und Hamburg. Aber das ist NOCH anstrengender als die Nummer mit den Holland-kürzer-als-Kurztrips. Zählt also erst recht nicht.


Deshalb ist das kommende Wochenende für mich etwas ganz Besonderes. Ich fahre nämlich mit Fee nach Holland - und zwar OHNE am Abend wieder zurück in den Pott zu düsen.

Für zwei (wuhuuu!) Nächte haben wir ein Hotel direkt am Meer gebucht. Abends werde ich mit dem Rauschen des Meeres einschlafen und morgens wird mein erster Blick auf Strand und Wellen fallen. Dann werde ich aus dem Bett springen, mir eine warme Kuscheljacke und Wollsocken anziehen und mich auf den Balkon setzen. Und einfach nur aufs Meer gucken. Und wahrscheinlich werde ich Pipi inne Augen haben, weil glücklich und so.

Für die Meisten ist das vielleicht nichts Besonderes, aber ich platze wirklich fast vor Vorfreude, denn seit einigen Wochen knöttere ich alle zwei Tage "Boah, ich glaube HEUTE kippe ich WIRKLICH um!". Mein Akku ist alle. Richtig alle. Mit allem, was dazugehört: Nerven blank, Rücken aua, Nächte unruhig, Laune doof. Und an so einem Punkt schnalle dann sogar ich: Ich muss mal raus. Und nicht nur für ein paar Stunden.

Wir werden in Egmond aan Zee residieren. Vor Jaaaahren war ich mal über Weihnachten direkt umme Ecke in Alkmaar und habe damals einen kurzen Ausflug nach Egmond gemacht. Zu dieser Zeit hatte ich noch keine schnieke Kamera und so finden sich von diesem Urlaubchen nur noch zwei Bilder in meinem Bestand, aber auf denen ist alles drauf, was zählt: das Meer und der Leuchtturm.


Mehr brauche ich in den nächsten Tagen nicht. Naja. Vielleicht noch ne Massage. Und ein bisschen Sonne. Und...nein, nichts und. Ich will ja nicht unverschämt werden. Wenn Meer, Sonne und Massage stimmen, esse ich auch gerne trocken Brot.

Was macht Ihr, wenn Ihr eine Auszeit braucht? Fahrt Ihr durchaus auch mal alleine weg (also für mehr als 1-2 Tage) und ich stelle mich nur an, wenn ich "Mimimimimi, alleine will ich aber niiiich!" sage?! Welche Auftanktipps - von Haldenausflügen mal abgesehen - habt Ihr auf Lager? Ich glaube, ich muss da langfristig mittelfristig mal etwas ändern…

Merke I: Habe gestern mit der Mini-Serie "Five Days" begonnen.
Find ich toppstens!

Merke II: In den kommenden Woche erzähle ich ENDLICH
was es mit dem #halloherbst14-Gewinnspiel GENAU auf sich hat:
Preise, Teilnahmeschluss und Co.!


25. September 2014

Empfehlungssause #3: Tolle Serien, die noch nicht unbedingt jeder kennt!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, heute gibbet den dritten und letzten Seriensausen-Teil. Unter den Blogposts und vor allem auch auf Facebook haben so viele von Euch sooo viele tolle Tipps rausgehauen und es war Einiges dabei, wovon ich noch nieeee gehört hatte! Wie super ist das denn?! "Hallo Leben, ich muss 200 Runden aussetzen, ich muss Serien gucken!"

Und weil von Euch so viele Empfehlungen kamen, stelle ich sie am Ende des Posts mal im Überblick zusammen. Vielleicht will sich da ja auch noch jemand etwas rauspicken. Aber jetzt erst mal meine letzten 4 Empfehlungen:

1. Orange is the new black
OITNB (die Abkürzung erinnert mich immer an NKOTB) war für mich gaaaanz heiße Ware. Ich kam nämlich nicht dran. Und deshalb hat mir Stephie, die früher auf "Roboti liebt" gebloggt hat, alle Folgen auf mehreren USB-Sticks mit der Post aus Österreich geschickt. Was war ich selig, wenn ein neuer Stick eintraf! Also, die Rede ist von einer Gefängnisserie. Und ich liebe alles (!), was in einem Gefängnis gedreht wird. Allein schon deshalb war ich vom ersten Moment an Feuer und Flamme. Mit großen, krassen Storylines hat diese Serie nicht viel am Hut, zumindest habe ich heute - ein Jahr später - in dieser Hinsicht nix Großartiges (mehr) aufm Schirm. Aber die Charaktere reißen alles raus. Ich mag einfach Serien, in denen die Darsteller alle einen an der Skurrilitätswaffel haben. Und das trifft hier aufs Wunderbarste zu. Und dann der Gefängnisbonus...wie gesagt...damit kriegt man mich immer. (Aber Hand aufs Herz: Wahrscheinlich handelt es sich hierbei eher um - Achtung, Achtung, Klischee-Keule! - eine Frauenserie. Aber das darf ruhig auch mal sein.)



2. The Killing
Die Amis haben mal wieder geklaut: diesmal die dänische Krimiserie "Kommissarin Lund". Jede Folge  entspricht etwa 24 Stunden und verfolgt die Aufklärung eines Mordes an einem jungen Mädchen. Wie immer bei Krimis wäre jedes weitere Wort eins zu viel, deshalb sage ich sonst einfach nix, außer: Diese Serie ist düster, drückend und schwer. Keine typische Krimikost, sondern eher ein vielfältiges Psychogram, denn die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven (Kommissarin, Verdächtige und Familie des Opfers) erzählt. Daraus ergibt sich ein guter Spannungsbogen und der schnöde Krimigeschmack bleibt aus. Ein toll gemachtes Remake, das allerdings nicht für "Gute-Laune-Stimmung" sorgt.



3. United States of Tara
Und weil ich nicht nur düstere oder grenzwertig unflätige Serien empfehlen möchte, hier mal was aus der lockereren Fraktion: United States of Tara heißt auf deutsch ganz platt "Taras Welten" und handelt von einer Mutter mit multipler Persönlichkeitsstörung. Diese Erkrankung macht ihr Umfeld und sie selbst (ach was?!) natürlich reichlich bekloppt. Tara wird von Toni Colette sooo grandios gespielt, dass sie dafür sogar mit einem Golden Globe und einem Emmy bedacht wurde. Nun gilt wie immer bei mir: Reine Comedyserien mag ich nicht und diese Serie kriegt mich letztlich nicht nur, weil Toni Colette so ein Knaller ist, sondern eben auch, weil es sich um eine sogenannte Dramedy handelt. Behauptet zumindest Wikipedia. Finde ich aber sehr treffend. Keine der bisher vorgstellten Serien würde ich übrigens meiner Mutter ans Herz legen. Diese hier schon!



4. The 100
The 100 ist meine aktuellste Neuentdeckung. Die 12 Folgen der ersten Staffel habe ich in 2 Tagen weggeatmet und warte nun gespannt auf die nächste Staffel. Diese Serie ist in meinen Augen eine Mischung aus LOST und Battlestar Galactica. Wer nun denkt "Ihhh, Raumschiffkram! Blöd!", dem sei gesagt, dass dieser Raumschiffkram nur am Rande eine Rolle spielt. Also: Ein Atomkrieg hat die gesamte Erde geplättet. Die letzten Überlebenden hocken auf einer Raumstation rum und warten auf bessere Zeiten. Genauer: Man wartet darauf, dass die Erde wieder bewohnbar wird, wenn sie die ganze Radioaktivität irgendwann wieder ausgeschwitzt hat. Nun wird aber der Sauerstoff auf der galaktischen Arche immer knapper und so wird sich etwas "ganz Schlaues" ausgedacht: Verstößt man auf der Arche gegen ein Gesetz, wird man ins Weltall geschmissen. Null Toleranz. Nur bei Kindern und Jugendlichen zeigt man sich nachsichtig und sperrt sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr in einen Gefängnistrakt, um sie mit dem Erreichen der Volljährigkeit dann letztlich doch noch ins Weltall zu werfen. Diese Jugendlichen sind somit quasi ohnehin Todgeweihte und dürfen deshalb als Versuchskaninchen herhalten. Ab auf die Erde mit ihnen, um zu gucken, ob sie dort überleben können. Wenn ja, will der Rest der Raumschiffmeute nachrücken. All das findet in der ersten Folge statt und bildet sozusagen die Ausgangssituation. Im Folgenden dreht sich alles um den neuen Lebensraum "Erde" und dort werden die 100 Versuchskaninchen mit LOST-ähnlichen Zuständen konfrontiert, denn NATÜRLICH sind sie auf der Erde gar nicht allein und es passiert ganz viel mysteriöser Kram. (ACHTUNG: Ich habe NICHT behauptet, dass The 100 genau so gut wie LOST wäre! Aber ich fand die Serie so gut, dass ich mich immerhin auf die zweite Staffel freue.) 



So. Und jetzt eine servicefreundliche Auflistung EURER Empfehlungen. Unsortiert, unverlinkt und einfach runtergeschrieben. Einige davon habe ich bereits gesehen, einige kenne ich vom Namen her, aber viele sagen mir (noch) gar nichts:

  • The Shield
  • The Big C
  • Over there
  • Five Days
  • Whitechapel
  • Banshee
  • The Hour
  • Suits
  • Life
  • Firefly
  • Merlin
  • Angels in America
  • Real Humans
  • American Horror Story
  • The Newsroom
  • Chuck
  • The ChatherineTate Show
  • Big School
  • Ray Donavan
  • Orphan Black
  • Ripper Street
  • Peaky Blinders
  • Top of the Lake
  • Vikings
  • Harper's Island
  • The Americans
  • Masters of Sex
  • 5 Days to Midnight
  • Das verschwundene Zimmer
  • Men at Work
  • The Leftovers
  • Life on Mars
  • Ashes to Ashes
  • Men stroke Women
  • Legends
  • Once upon a Time
  • Outlander
  • Under the Dome
  • Der letzte Bulle (für Ruhrpottfreunde!)
  • Veronica Mars
  • Flash Forward
  • The Assets
  • Carivale
  • Brothers and Sisters
  • Damages
  • Da Vinci's Demons
  • Sleepy Hollow
  • Hannibal
  • Zero Hour
  • Being Erica

Folgende Serien wurden besonders häufig genannt:

  • True Detecitves
  • Sons of Anarchy
  • Die Brücke
  • Fargo
  • The Wire
  • Revenge
  • House of Cards
  • Borgen
  • Der Tatortreiniger
  • The West Wing
  • Bates Motel

Ich habe noch längst nicht alle Trailer angeschaut, aber angefixt haben mich bis jetzt Five Days, Top of the Lake (beides Mini-Serien), die Brücke und Real Humans.

Heute startet in den USA übrigens eine neue Serie, die mich auch schon freundlich anlacht: How to get away with Murder (von den Machern von Scandal und Grey's Anatomy):



Und auf The Affair bin ich auch n bisskn gespannt. Startet am 12. Oktober:



Und für alle, die Scandal genauso lieben wie ich: Heute startet in den USA die neue Staffel und eeeendlich klärt sich die Frage: "Where on earth is Olivia Pope?". In diesem Sinne: Viel Spaß im Serien-Kosmos...ganz egal was Ihr guckt! 

Merke: Trotzdem mal wieder ein Buch lesen, Juli!

24. September 2014

Empfehlungssause #2: Tolle Serien, die noch nicht unbedingt jeder kennt!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, heute geht es heiter weiter mit meiner kleinen, illustren Seriensause! Wer den ersten Teil verpasst hat: HIER entlang!

So. Jetzt aber nich lang schnacken und so...es geht los:

1. Shameless
Ich habe es gestern schon gesagt: Ich mag keine lustigen Serien. Aber wenn sich Komik mit Tragik paart, bin ich wieder am Start. Also...ich lege Euch Shameless in der US-Version ans Junkie-Herz, denn die Amis haben hier mal wieder geklaut und sich das gleichnamige britische Original als Vorlage geschnappt. Aber das haben se gut gemacht. Es geht um die Gallaghers: Vatter Frank hat 6 Kinder. Und Vatter Frank hat nicht nur ein Alkohol-, sondern irgendwie ein Alles-Problem. Er kriegt weniger als nix auf die Kette, würde alle seine Kinder für ne Pulle Bier verkaufen und klaut ihnen jeden Penny unterm Hintern weg, denn in dieser Familie sehen die Kinder zu, dass sie irgendwie (!) das Geld verdienen. Vielleicht mag man diese Serie zunächst für Klamauk halten, aber je tiefer man reinrutscht, desto stärker nimmt man die Tragweite der Tragik wahr. Und man liebt die Charaktere...einfach weil sie durch die Bank weg so eigen, so bekloppt, so herzlich und verzweifelt sind.



2. Black Mirror
Black Mirror ist wahrscheinlich die abgefahrenste Serie, die ich je gesehen habe. Sie besteht nur aus zwei Staffeln zu je 3 Folgen und ich habe jede einzelne wie eine sündhaft teure Praline (oder so) verzehrt, anstatt sie alle in einem Rutsch wegzugucken. Pro Abend nur eine Folge, um meine Freude daran ein wenig in die Länge zu ziehen. Jede Folge wartet mit einem völlig anderen Cast, einer völlig anderen Story und sogar mit einer völlig anderen Realität auf. Es handelt sich also eher um Kurzgeschichten, die jedoch eins gemeinsam haben: Sie zeichnen ein Bild einer möglichen Realität im Kontext medialer Entwicklungen. Versteht jetzt kein Mensch, wenn ich das so sage, oder? Man könnte auch sagen, dass es hier um "sowas könnte von sowas kommen" geht. Achtung: Diese Serie ist krass. Manche Folgen mehr, manche Folgen weniger. Aber schon die erste Folge greift inhaltlich in eine wirklich harte Schublade und wer eher auf "Larifari und schöne Welt" steht, der ist an dieser Stelle mit Black Mirror sicherlich NICHT gut beraten. (Mich hat übrigens am meisten die letzte Folge geflasht. Da hab ich wirklich mit offenem Mund vorm Bildschirm gehockt!)



3. Misfits
Wenn man sich die erste Folge von Misfits anschaut, ist man wahrscheinlich alles andere als begeistert. Wenn man aber aus Langeweile (oder so) trotzdem weiter guckt, ist man nach 3-4 Folgen wirklich schwer verliebt, FALLS man auf bösen Zynismus, harte Dialoge, abstruse Stories und ein bisskn Mystery steht. Normalerweise bin ich absolut kein Vertreter der snobby "Ohhh, das muuuss man aber uuuunbedingt im Originalton gucken!"-Liga. Aber in diesem Fall gilt: Doch. Muss man! Zwar wird hier teilweise in sehr extremem Cockney-Dialekt gesprochen, aber nach 2-3 Folgen hat man meiner Meinung ein Ohr dafür und kommt klar. Aber worum geht's eigentlich?! Also: 5 jugendliche Straftäter werden zu Sozialstunden verdonnert und während ihrer ersten Schicht trifft sie der Blitz. Danach verfügen sie über übernatürliche Kräfte, schnallen erst mal nix und machen nur Mist. Klingt auch wieder nach Klamauk? Auch wieder falsch! Denn Misfits ist tatsächlich eine Drama-Serie, die in meinen Augen vor allem von den Charakteren und ihrem ruppigen Miteinander lebt. Und einer der Darsteller spielt jetzt bei Game of Thrones mit. Tut nix zur Sache, aber ich hab mich da voll drüber gefreut. Hinweis #1: Nach der zweiten Staffel baut diese Serie radikal ab. Aber das ist ja leider häufig so. Hinweis #2: Große Soundtrackliebe! Allein die Openermusik...hach! Noch nie habe so gerne einen Vorspann geguckt. Hinweis #3: Wem "Girls" zu "unflätig" ist, der sollte es mit Misfits gar nicht erst versuchen.



4. The Following
Diese Serie ist im Thriller-Segment anzusiedeln und legt ihren Fokus somit vor allem auf Spannung und Schockmomente. Aber auch die Entwicklung der einzelnen Charaktere und die diversen Erzählstränge sind wirklich gut gemacht. In der Rolle des FBI-Agenten Ryan Hardy hat Kevin Bacon den Serienkiller Joe Carrol am Haken. Und umgekehrt. Denn Joe Carrol gelingt es trotz seiner Gefängnisunterbringung, einen Kult aufzubauen, der in seinem Namen weiter mordet und Herrn Hardy nicht zur Ruhe kommen lässt. Das Ganze nimmt vor allem in der zweiten Staffel extreme Ausmaße an. Mich hat insgesamt am meisten Kevin Bacon beeindruckt: Den vollkommen verhärmten Agenten mimt er mit Bravour! Bislang existieren 2 Staffeln zu je 15 Folgen und eine dritte Staffel is yet to come.



So. Und weil ich noch mehr "Muss man gesehen habe"-Serien auf Lager habe, verlängere ich meine zweiteilige Empfehlungssause einfach und lege morgen noch mal nach. Also: bis morgen, liebe Serienfreunde!

Merke I: Heute Abend startet der WDR mit meiner gestrigen
Empfehlung "The Returned" in Doppelfolgen!

Merke II: Wie glücklich ein mitternächtliches Aufbackbrötchen
mit Avocado und Ei machen kann!


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