29. Juli 2014

Juli goes Holland!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, was jetzt kommt fühlt sich n bisskn bekloppt an: Ich sitze in Bayern und erzähle Euch heute vom Meer. Und das liegt bekanntlich nicht in Bayern, sondern in diesem Fall in Holland, denn vor ein paar Tagen habe ich Heidi und ihren neunjährigen Supersohn Joshi in mein Autochen gepackt und bin einfach losgedüst. Et war nämlich alles doof. Und wenn alles doof ist, kann man sich entweder in ein olles Loch fallen lassen oooooder dem Doofen etwas Schönes entgegen setzen. Letzteres kam mir irgendwie schlauer vor. Also wurd nicht lang gefackelt und drauf gepupst, dass es bereits nach Mittach und theoreeeetisch schon viel zu spät war, um ganz spontan einen Tag am Meer zu verbringen. Spontanität und Theorien gehen halt selten gut Hand in Hand...also: egal Karl, wech midde Theorie und ab nach Katwijk aan Zee!



Nun müsst Ihr wissen, dass meine heimische Abstellkammer grundsätzlich bis zur Decke voll ist. Wenn ich da mal nen Besen rauszerren will, dann reiße ich die Tür auf, grabsche innerhalb eines Sekundenbruchteils nach dem Besen und knalle die Tür wieder zu ehe mir der ganze restliche Krempel aufn Kopp knallen kann. So. Und weil die Abstellkammer so voll ist, habe ich in meinem Kofferraum eine Dependance eingerichtet, in welcher sich zuuufällig Schwimmreifen, Wassertierchen und all so'n Sommergedöns befinden. Insofern waren wir vor Ort dann direkt perfekt ausgestattet...


Dieser Schwimmreifen ist übrigens nicht irgendein Schwimmreifen, sondern ein Spongebob-Schwimmreifen! Jaaaahrelang fand ich Spongebob sehr, sehr bescheuert. Allein seine Stimme hat mich schon vollkommen aggressiv gemacht...bis ich eines Tages irgendwie nicht umhin kam, die Folge mit der magischen Miesmuschel zu gucken. Und seitdem mag ich den ollen Schwammkopp. Die magische Miesmuschel weiß nämlich alles. Das mag für Euch nun ziemlich uninteressant sein, aber irgendwie muss man doch erklären, warum ein Schwimmreifen nicht einfach nur ein popeliger Schwimmreifen, sondern ein Symbol für Allwissenheit ist, oder?!


Jeeeedenfalls lässt es sich in diesem Schwimmreifen vorzüglich aufm Meer rumschaukeln. Ach, apropos "Meer": Da habe ich mich kurz nach unserer Ankunft in Katwijk erst mal mit Baby-Flipper ins Wasser gehockt, um ein Foto davon auf Instagram und Facebook zu posten. Wie Heidi so schön sacht: "Entspannen?! Pffff! Erst mal alle neidisch machen!"


So.  Dieses Foto war keine 2 Minuten online, da schreibt da doch tatsächlich jemand drunter: "Watt is'n datt für 'ne Plörre?!". Frechheit. Absolute Frechheit! Es liegt natürlich nuuur am Instagram-Filter, dass das Meer eher nach Baggerloch denn nach Nordsee aussieht. Und inne Malediven haben wir es binnen 3 Stündchen nun mal leider nicht geschafft.

Gibt es auf den Malediven eigentlich Möwen?! Ich mag nämlich Möwen und während andere Menschen Muscheln suchen oder Herzchen in den Sandstrand pulen, renne ich den Viechern voll grazilster Anmut hinterher, um sie mit meiner Kamera zu penetrieren. Aber den Schnabel von dem Vogel da unten hab ich nicht kaputt gemacht. Der war schon so!


Ich penetriere natürlich nicht nur komische Vögel gerne mit der Kamera, sondern auch fremde Menschen. Dabei versuche ich ganz galant so zu tun, als ob ich sie gar nicht fotografieren würde. Wer will schon unbedingt von irgendeiner fremden Bumsbirne im gnadenlosen Strand-Outfit geknipst werden?! Das sollte mal einer mit mir machen! Dessen Arsch hätte aber schlagartig Kirmes!

Meine fotografische Distanzlosigkeit rechtfertige ich nun damit, dass ich stets nur Silhouettenbilder mache. Da erkennt man nämlich eh nix und niemanden... 


Aber wenn dann so ein Kerlemann einfach ins Bild tapert, während ich mit Joshi rumpose, dann kann ich auch nix dafür, dass er jetzt hier mit seiner reizenden Wampe prangt... 


Lebensweisheiten on: Ich propagiere hier ja seit Jahren "Halde hilft immer!". Nun stimmt das aber leider gar nicht. Zumindest nicht immer. Aber glaubt mir: Wenn selbst keine Halde mehr hilft, dann hilft das Meer. Und das meine ich ernster als ernst. Der eigene Blickwinkel auf den Alltag ist manchmal so klein und beschränkt, dass die Weite des Meeres dem Kleinhirnchen irgendwie unterbewusst suggeriert, dass Probleme letztlich doch sehr relativ sind. So werden Verhältnismäßigkeiten mal ein wenig durchgeschüttelt und man sieht und fühlt etwas klarer. Lebensweisheiten off.


Und wenn gar nix mehr hilft, dann beisst man eben auf Holz. Oder in einen Ball. Oder in Pommes und Kibbeling...


So. Und wer nun denkt, dass ich "nur" mit Heidi, Joshi und Baby-Flipper am Strand rumgehopst wäre, der hat sich natürlich geschnitten...


...denn selbstverständlich waren Batman und Spiderman auch mit von der Partie. Watt mutt, datt mutt!


Und beim nächsten Mal erzähle ich Euch von Bayern. Da geht kein Weg dran vorbei. Und falls hier jemand denkt "Öhhh, Bayern?! Langweilig! Doof!", dem sei jetzt schon gesagt: Schwachsinn! Ich habe bis jetzt binnen 4 Tagen 1409 Fotos gemacht und zwar ganz bestimmt nicht, weil es hier so langweilig und doof ist. Aber die Beweise liefere ich wie gesagt beim nächsten Mal. Wissta Bescheid! Bis dahin: Servus, Fürti und macht's guat!

Merke I: Doofkram muss man loslassen.

Merke II: Ich war letztes Jahr schomma in Katwijk an Zee.
Und datt war so: KLICK!
(Verrückt wie sehr sich die Bilder trotz des selben Orts unterscheiden!)

22. Juli 2014

Danke! Oder: Der Boden unter meinen Füßen

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, manchmal ist das Leben ja doof. Dann zieht es einem den Boden unter den Füßen weg und am liebsten würde man nur noch weglaufen. Geht aber nicht. Der Boden ist ja schließlich weg. Und wenn weglaufen nicht geht, dann muss man sich festhalten...an dem, was man hat. Und heute möchte ich einfach mal DANKE sagen, weil ich Freunde habe, die mir die Möglichkeit geben, mich festzuhalten. An unseren Freundschaften und an der Gewissheit, nicht alleine zu sein.


Liebe Fee, danke für das Eis am Phoenixsee, Deine Schlabberbuxe und für Deine Sicht auf die meine Dinge. Danke für den anderen Blickwinkel und Deine letzten Kraftreserven. Danke, dass Du es immer wieder schaffst, meinen Gedanken ein "Aber" entgegen zu setzen, ohne dass es mich kränkt oder verletzt. Auch wenn ich Deine Denkanstöße manchmal einfach nicht in die Tat umsetzen kann, kommen sie trotzdem in meinem Schädelchen an! Ich glaube, ich kenne niemanden außer Dir, der Verstand und Gefühl so gut miteinander verbinden kann. Das macht Deinen Rat sehr wertvoll für mich. Du haust mir manchmal Sachen um die Ohren, die mir sonst wahrscheinlich niemand drücken würde, bist dabei aber so liebevoll, dass ich mich nie angegriffen fühle. Danke, dass Du da bist, auch wenn Du selbst ganz alle bist.


Heidi, Du bist ein kleines Wunder für mich. Du bist genauso doof wie ich und das sorgt dafür, dass ich mich in meinen allerbescheuertsten Momenten nur halb so bescheuert fühle. Du hast eine unglaubliche Kraft und manchmal frage ich mich, ob Du sie vom Mond oder so hast importieren lassen. Wenn ich mich zum 20. Mal im Kreis drehe, drehst Du Dich mit und Dir wird noch nicht mal kodderig dabei! Du nennst mich Deine Wahlschwester und gibst mir ein zweites Zuhause, das momentan vielleicht sogar mein erstes Zuhause ist. Du nimmst mir mein schlechtes Gewissen und sperrst Deine Tür so sperrangelweit für mich auf, dass ich immer wieder mit einem guten Gefühl hindurchgehen kann. Du sagst mir immer wieder "Wir schaffen das!" und dass Du "wir" und nicht "du" sagst, gibt mir einen Halt, den ich bisher nicht kannte. Danke. Mehr als das. Aber mir fällt leider keine Steigerung ein.


Berit, Du beklopptes Huhn! Wie oft muss ich lauthals über Deine Sprachnachrichten lachen!? Weil sie so trocken und unverblümt sind, weil Du mit einer solchen Selbstverständlichkeit einen Klopper nach dem anderen raushaust und manchmal denke ich, dass Dir das gar nicht bewusst ist. Das Blatt, das ich mir ab und an anstandshalber vor den Mund halten möchte, liegt bei Dir schon längst auf irgendeiner Duisburger Müllkippe. Deine nüchterne Art erdet mich in Phasen wie dieser, weil Du für das, was ich in 500 emotionsgeladenen Worten sage, 5 klare und logische Sätze findest. Mein Wirrwarr klingt in Deinen Worten viel einfacher und das tut gut. Du gibst mir immer wieder irgendwelchen Ablenkungsinput, ohne dass es wie "Boah Alte, lass ma über was anderes reden!" wirkt. Danke, dass ich mit Dir schnoddern kann, dass Du, obwohl wir uns erst Ende letzten Jahres angefreundet haben, schon jetzt so eine tolle Freundin bist. Danke für das, was Du mir letzte Woche gesagt hast, als Du aus meinem Auto ausgestiegen bist. Danke, dass Du mich so siehst wie Du mich siehst!


Ellen, wir hatten schon so miese beschissene Zeiten miteinander. Fanden uns doppelt und dreifach ätzend und wollten uns middm Popo nicht mehr angucken. Wir haben übereinander gelästert und uns auf die höchsten Rosse weit und breit gesetzt, um aufeinander herabzugucken. Dass wir trotzdem die Kurve gekriegt haben und jetzt wieder befreundet sind, bedeutet mir unheimlich viel. Wir kennen unseren potentiellen "Kotzbröckchen-Grad" und mögen uns trotzdem. Du bist eine ganze Ecke jünger als ich, aber manchmal habe ich das Gefühl, Du bist 10x schlauer und hast weitaus mehr Lebenserfahrung als ich. An Punkten, an denen ich denke, dass es auf keiiiiinen Fall weitergehen kann, dass alles vergebens und im Eimer ist, zauberst Du 5 sagenhaft lebensnahe Ratschläge aus Deinem Hirnchen als wäre es das Leichteste von der Welt. Danke dafür! Gestern hast Du gesagt "If it's not a 'HELL YEAH!', it's a 'FUCK NO!'". So ein kleiner Satz, aber doch ist er bei mir eingeschlagen wie eine Bombe! Danke für den Platz auf Deinem Sofa, in Deinem Garten, neben Newtons großer Schnauze. Danke, dass Du Dir meinen Schmodder reinziehst, auch wenn wir nach unserer "Kotzbröckchenzeit" eigentlich erst mal wieder viel schönere Momente miteinander teilen sollten.


Julius, Du bist irgendwie mein Spiegel. Wir gucken uns an, sagen 2 Sätze und der andere sagt "Jo, kenn ich. Kenn ich genau SO!". Ich fühle mich von Dir unheimlich verstanden und auch wenn wir gemeinsam immer noch nicht herausgefunden haben, warum alles so ist wie es ist, gibt es mir sehr viel, zusammen mit Dir darüber nachzudenken. Danke, dass Du Dich immer wieder zwischendurch bei mir meldest und an mich denkst. Wir können nebeneinander sitzen und einfach die Klappe halten, weil wir wissen, dass der andere ja eh weiß was Ambach ist. Danke, dass Du schon zu Uhrzeiten am Start bist, zu denen alle anderen noch schlafen. Zwar weißt Du oft keinen Rat - wie auch?! Dein Hirnchen tickt ja genauso panne wie meins - aber es reicht vollkommen, wenn Du sagst "Ja, ich weiß!". Weil ich weiß, dass Du es wirklich weißt...und nachfühlen kannst.

So. Das war jetzt alles ziemlich sehr persönlich, aber nachdem ich hier letztens eine große Rede zum Thema "Mut zur Ehrlichkeit" gehalten habe, dachte ich, ich traue mich das einfach mal. Außerdem soll man ruhig mal so laut wie möglich DANKE sagen, wenn es angebracht ist. Und das ist es. 

Während ich all das nun geschrieben habe, ist mir der Gedanke gekommen, dass der Boden unter meinen Füßen vielleicht gar nicht weg ist. Meine Freunde sind der Boden und das ist ein sagenhaft schönes Gefühl. Ich bin froher als froh, dass es Euch in meinem Leben gibt.

So. Datt wars. Für heute.

Merke: "Kommse nicht drüber, kommse nicht dran vorbei...
musse durch!"

10. Juli 2014

App, App, Hurra!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, von Zeit zu Zeit stelle ich Euch hier spannende Apps zur Fotobearbeitung vor und - wer hätte es gedacht?! - heute isset mal wieder soweit! Schließlich sollt Ihr auch was von meiner "Oh! Eine neue Foto-App? Kann die was?! Jaaa, die kann was!"-Sucht haben. Also...ich präsentiere proudly: die Kringel-um-alles-rum-machen-und-zwar-voll-kiki-ohne-Photoshop-App! In Fachkreisen nennt man sie auch BubbleFrame und ich bin ihr seit letzter Woche - kringelingeling - absolut verfallen.

So. Das Tolle an der App ist, dass sie viel mehr kann als einfach nur Kringelgedöns. Und datt zeig ich Euch jetzt! Aaaalso...

  • Ihr könnt so viele Kreise übereinander legen wie es Euch beliebt und ihre jeweilige Position bestimmen.
  • Ihr könnt die Rahmen beschriften und die Schrift drehen und wenden wie Ihr wollt. Dabei stehen Euch wirklich viele tolle Schriftarten zur Verfügung.
  • Aber Ihr könnt auch eigene Schriften importieren!
  • Den Abstand, in dem die Buchstaben zueinander stehen sollen, kann man einstellen.

  • Ihr könnt selbst entscheiden wie nah sich die Schrift am Kreis befinden soll. Bei dem folgenden Beispiel habe ich sie zum Beispiel in den Rahmen hineinragen lassen.
  • Den Kreisen könnt Ihr ganz nach Belieben einen der vielen Hintergründe verpassen, die die App anbietet.
  • Oooooder Ihr wählt aus Euren eigenen Fotos einen Hintergrund aus.
  • Den Kreisen könnt Ihr übrigens jede beliebige Farbe geben.


  • Und falls Ihr Kreise doof findet, könnt Ihr auch einfach ihre Form verändern.
  • Was die Schrift angeht, ist es nicht nur möglich, um die Kreise herum zu schreiben, sondern man kann die Worte auch neben den Bildern platzieren und ihren Winkel bestimmen.


  • Die Rahmen könnt Ihr natürlich auch individuell gestalten. Ob mit Schatten oder ohne, ob er verschwimmen soll oder nicht - Ihr habt die Wahl.
  • Eure Fotomotive könnt Ihr innerhalb der Rahmen anpassen: vergrößern, verschieben und den besten Bildausschnitt wählen.

  • Besonders pfiffig finde ich, dass man den ganzen Spaß nicht nur mit Fotos, sondern auch mit Videos machen kann. Hab ich natüüüürlich auch ausprobiert...


Merke I: Wenn man die App installiert, kann man sich zu Beginn
ein gutes Tutorial angucken, damit man nicht wie Ochs vorm Berge steht.

Merke II: Auf den ersten Blick (und vor allem ohne das Tutorial) könnte sich kurzzeitig eine kleine Äh-wie-geht-das?-Verwirrung einstellen.
Aber glaubt mir, es ist echt voll kiki!


8. Juli 2014

Eine Haldenschaukel und der Single des Jahres

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, vor Kurzem habe ich auf Facebook schon davon berichtet, dass sich im Ruhrgebiet ein fieser Verbrecher herumtreibt, der arglistig Schaukeln abschneidet. Es handelt sich dabei aber nicht um irgendwelche Schaukeln, sondern um die grandiosen "LET LOVE GROW"-Schaukeln von Svenja. Diese Svenja ist als vorbildliche Guerilla-Schaukel-Aktivistin im Ruhrgebiet unterwegs, verpasst besonderen POTTplätzen mit selbst angefertigten Holzschaukeln ein wundervolles Glücklichmacherprädikat und sorgt damit vor allem für eins: dass tolle Orte NOCH toller werden!


Im letzten Jahr tauchte zunächst eine ihrer Schaukeln an der Essener Korte Klippe auf: An langen Seilen konnte man mit dem Baldeneysee zu Füßen mitten im Grünen schaukeln (KLICK!).


Dann sprach sich eine Schaukel am Steeler Ruhrufer in Essen herum, doch ehe ich ihr meine Aufwartung machen konnte, kam der Verbrecher vorbei und machte "Schnipp, schnapp, Schaukel ab!". Auch auf dem Essener Weihnachtsmarkt tauchte eins ihrer Schaukelschätzchen auf und sorgte für kleine Glücksmomente. Aber dann verlor sich die Schaukelspur wieder...zumindest für mich. Als der Coolibri vor 2-3 Wochen dann ein Bild von einer der LET LOVE GROW-Schaukeln vorm Bochumer Bergbaumuseum auf Instagram postete, war klar: Da muss ich hin...und zwar zackig! Aber zackig war nicht zackig genug, denn der Verbrecher war mal wieder schneller gewesen. Keine 24 Stunden hing sie dort und als ich angetrabt kam, war schon wieder Ende im Schaukelgelände.


Aber in der letzten Woche wurde dann plötzlich gemunkelt, dass Svenja dem Bottroper Tetraeder ihre Schaukel-Ehre erwiesen habe. Also nahm ich wieder meine Beinchen in die Hand und bin losgerast...und diesmal kam ich nicht zu spät!

Ich erzähle Euch ja nix Neues, wenn ich sage "Halde gut, alles gut!", aber die Wahrheit dieser Aussage flasht mich wirklich selbst jedes Mal aufs Neue...vor allem dann, wenn sie sich noch so formidabel mit einem Sonnenuntergang paart...


Auf der Plattform angekommen ("Jaaaaaaa! Sie hängt nooooch!"), mussten wir natürlich erst mal jemanden von der Schaukel vertreiben: "Ey, geh wech!" "Hömma, die Sonne ist fast weg und wir wollen sooooo gerne Fotos davon machen wie wir im Sonnenuntergang schaukeln. Könnten wir vielleicht...?!"

Ich habe keine Ahnung was wir gemacht hätten, wenn der nette Kerl "Och. Nö!" geantwortet hätte. Aber der nette Kerl war nett und ließ mich sofort auf die Schaukel hopsen. Naja. So ganz stimmt das nicht. Mit einem Hops hätte ich es nämlich gar nicht auf die Schaukel geschafft, weil sie ganz schön hoch hängt. Es brauchte schon meinen Begleiter Stefan und eine Räuberleiter, um das gute Teil zu erklimmen...


So. Jetzt würde ich gerne behaupten, dass ich dort selig in schönster Stille mit dem Ruhrgebiet zu meinen Füßen geschaukelt hätte. Die Wahrheit ist aber die, dass von der Skihallen-Halde "feinste" Après-Ski-Musik herüberschallte und so schaukelte ich tatsächlich "Atemlooooos durch die Naaaacht...". Aber selbst diese Tatsache konnte das Glücksgefühl absolut nicht vereiteln!


Während ich hier tippsel, weiß ich nicht, ob die Schaukel nicht bereits wieder von irgendwelchen doofen Verbrechern eliminiert worden ist. Am Sonntagabend hat allerdings noch jemand ein Schaukelfoto live vom Tetraeder auf Instagram gepostet. Es besteht somit Anlass zur Hoffnung! Also macht Euch auf den Weg und erkundet die Sachlage und wenn Ihr Glück habt, hat die Sachlage vielleicht noch immer eine Runde Schaukelglück für Euch in Petto. Und glaubt mir: Die Kombination Kulisse - Aussicht - Ruhrpott - Schaukel ist einfach der Oberoberooooberhammer! 


Ach so, ein ernstzunehmender, sachdienlicher Hinweis: Dackelt nicht alleine dorthin, denn Ihr braucht definitiv jemanden, der Euch auf die Schaukel hilft. Außerdem muss dieser Jemand Euch auch noch anschubsen, denn die Schaukelseile sind soooo lang, dass man selbst kaum bis gar nicht in Schwung kommen kann. Aber wenn Ihr diese Hürden überwunden habt, isset traumhaft...und zwar sehr!

Und jetzt mache ich etwas, was ich noch nie gemacht habe: Ich stelle Euch Stefan - meinen werten Anschubser - vor! Stefan ist nämlich Single und findet das doof. Und weil ich Stefan mag und ihn lang genug kenne, um zu wissen, dass er kein dösköppiger Hallodri ist, kann ich ihn Euch mit gutem Gewissen an Euer vielleicht geneigtes Herzchen legen.


Stefan ist 31 Jahre alt, wohnt in Essen, hat nen anständigen Job und gut was inner Birne. Er quasselt gerne, findet Oberflächlichkeiten langweilig und macht sich gut und gerne um alles Mögliche nen Kopp...was meiner Meinung nach eine sehr positive Eigenschaft ist. Mit dem netten Herren ist gut lachen, spazieren gehen und reisen, denn Stefan ist gerne viel unterwegs...ob im Ruhrgebiet oder in den Bergen oder am Meer. Er ist ne ehrliche Haut und weder auf Mund noch Kopp gefallen und selbst WENN Ihr Euch mit ihm treffen solltet und Euch NICHT verknallt, dann könnt Ihr in ihm vielleicht auch einfach einen guten Freund finden (...schadet ja auch nicht, ne?!). Aber wenn Ihr mich fragt...verknallt Euch lieber, denn meiner Meinung nach ist er dafür ne echt gute Adresse. (Und wenn er das hier liest, fällt er wahrscheinlich vor Schock ins Koma, denn wir haben zuletzt vor Moooonaten mal darüber gesprochen, dass ich hier auf meinem Blog mal einen kleinen Aufruf für ihn starten könnte. Und ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob ihm so klar war, dass ich das tatsächlich ernst gemeint habe!)

So. Stefan kennen lernen? Dann schreibt ihm eine reizende Mail aaaaan eintoptyp ät yahoo.de! Ich bin sicher, dass er sich freut.

Merke: Schaukeln und Halden sind eine unschlagbare Kombination!

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